Tennis und Uhren: Wer welche Marke trägt – von Boris Becker bis Carlos Alcaraz

US Open 2008: Roger Federer gewinnt gegen Andy Murray. Am Handgelenk eine Rolex Cosmograph Daytona Ref. 116509 in Weißgold mit silberfarbenem Zifferblatt.
1985 schlug Boris Becker in Wimbledon mit einer Uhr am Handgelenk auf. Vierzig Jahre später tut das kaum noch jemand – und trotzdem war Tennis nie wichtiger für die Uhrenbranche. Dieser Artikel sortiert, wer wann welche Uhr trug, trennt belegte Auftritte von laufenden Partnerschaften und erklärt, warum einige Spieler heute Anteile an ihren Marken halten.
Kurz gesagt: Rolex ist seit 1978 Zeitnehmer in Wimbledon, seit 2008 bei den Australian Open, seit 2018 bei den US Open und seit 2019 bei Roland Garros. Roger Federer wurde bei Titelgewinnen mit Daytona und Datejust gesehen, Rafael Nadal spielte ab 2010 mit Richard Mille, Novak Djokovic ist seit 2021 bei Hublot. Serena Williams trug Audemars Piguet, Naomi Osaka steht für TAG Heuer, Stan Wawrinka für NORQAIN – und ist dort beteiligt.
Dass Wimbledon und Luxusuhren dieselben Werte bedienen, haben wir bereits in Luxusuhren und Tennis beschrieben. Hier geht es um die Handgelenke selbst.
1978: Seit diesem Jahr ist Rolex Zeitnehmer in Wimbledon
4 von 4: Grand Slams liegen heute bei einer einzigen Marke
30 g: Wiegt die Richard Mille RM 27-04 laut Hersteller samt Armband
Inhalt
- Als die Uhr noch mitspielte
- Rolex: vier Grand Slams, eine Marke
- Federer: Daytona 2008, Datejust 2017
- Longines, Steffi Graf und die Jahre in Paris
- Nadal und Richard Mille: die Uhr, die mitspielt
- Serena Williams und Audemars Piguet
- Djokovic: von Seiko zu Hublot
- Mouratoglou, Zenith und das UTS
- Wenn Spieler zu Teilhabern werden
- Rado und TAG Heuer: die Breite des Feldes
- Das Reputationsrisiko
- Serienmodell, Sondermodell, Einzelstück
- Spieler, Marke, belegtes Modell
- Die Modelle aus diesem Artikel
- Häufige Fragen
Als die Uhr noch mitspielte
In den Achtzigern war eine Uhr am Handgelenk eines Profis nichts Besonderes. Boris Becker und Stefan Edberg trugen Ebel während des Matches – damals gehörte die Marke aus La Chaux-de-Fonds mit ihrem Wellenband zu den sichtbarsten Namen im Sport. Auch Andre Agassi war in dieser Phase bei Ebel, bevor er später zu Longines wechselte.
Dann veränderte sich der Sport. Jedes Gramm am Körper galt als Nachteil, jede Ablenkung als Risiko – die Uhr verschwand vom Platz und kehrte erst zwei Jahrzehnte später zurück.

Boris Becker in Wimbledon – daneben eine Ebel aus derselben Zeit. Eine konkrete Referenz lässt sich der Aufnahme nicht zweifelsfrei zuordnen.
Rolex: vier Grand Slams, eine Marke
1978 wurde Rolex offizieller Zeitnehmer in Wimbledon. Es folgten die Australian Open 2008, die US Open 2018 und Roland Garros 2019. Damit liegt die Zeitnahme aller vier Grand Slams bei einem Haus – dazu Engagements bei ATP und WTA sowie der Laver Cup, den Roger Federer 2017 gemeinsam mit Rolex ins Leben rief.
Der Botschafterkader reicht von Björn Borg, John McEnroe und Rod Laver bis zu Jannik Sinner, Carlos Alcaraz, Taylor Fritz, Iga Świątek und Coco Gauff. Wer heute ein Grand-Slam-Finale sieht, sieht in aller Regel zwei Botschafter desselben Hauses.
Jahr |
Was geschah |
1978 |
Rolex wird Zeitnehmer in Wimbledon |
1980er |
Becker, Edberg und Agassi spielen mit Ebel |
2004 |
Maria Sharapova beginnt bei TAG Heuer |
2007 |
Longines übernimmt Roland Garros, Agassi wird Botschafter |
2008 |
Rolex übernimmt die Australian Open, Steffi Graf geht zu Longines |
2010 |
Richard Mille bringt mit Nadal die Uhr zurück auf den Platz |
2012 |
Andy Murray wird Botschafter von Rado |
2017 |
Federer gründet mit Rolex den Laver Cup |
2018 |
Rolex übernimmt die US Open |
2019 |
Rolex löst Longines bei Roland Garros ab |
2020 |
Zenith steigt beim Ultimate Tennis Showdown ein |
2021 |
Novak Djokovic wechselt zu Hublot |
2026 |
Hublot stellt die GOAT Edition für Djokovic vor |
Federer: Daytona 2008, Datejust 2017
Federer gehört seit den 2000er-Jahren zu Rolex. Die Angaben zum Startjahr schwanken zwischen 2001 und 2006, weshalb wir hier keine einzelne Jahreszahl festschreiben. Auf dem Platz hat er nie eine Uhr getragen – seine Wirkung entstand bei der Siegerehrung.
Beim US-Open-Sieg 2008 gegen Andy Murray trug er eine Cosmograph Daytona Ref. 116509 in Weißgold mit silberfarbenem Zifferblatt. Beim Wimbledon-Sieg 2017 gegen Marin Čilić war es dagegen eine Oyster Perpetual Datejust in Oystersteel und Gelbgold. Zwei getrennte Auftritte, zwei verschiedene Uhren – sie sollten nicht vermischt werden.
Der Beiname „Wimbledon“ bezieht sich übrigens nicht auf Federers Uhr, sondern auf eine Zifferblattvariante mit schiefergrauem Grund und grünen römischen Ziffern. Wer diese sucht, findet sie in der Datejust 41. Ausführungen mit Champagner- oder blauem Zifferblatt sind stilistische Alternativen, nicht dieselbe Variante. Die Cosmograph Daytona führen wir ebenfalls – die Weißgoldreferenz von 2008 ist allerdings eine andere Ausführung als die heute erhältlichen.
Die wirksamste Uhrenwerbung im Tennis findet nicht während des Spiels statt, sondern bei der Siegerehrung.
Longines, Steffi Graf und die Jahre in Paris
Von 2007 bis 2018 war Longines offizieller Zeitnehmer von Roland Garros. Die Marke baute ihr Tennis-Engagement um zwei Namen herum auf: Andre Agassi ist seit 2007 Ambassador of Elegance, Steffi Graf seit 2008. Beide traten regelmäßig bei Markenauftritten in Paris an – etwa am Smash Corner, an dem Besucher ihre Aufschlaggeschwindigkeit messen konnten.

Steffi Graf am Longines Smash Corner bei Roland Garros. Welche Uhr sie trägt, lässt sich nicht zweifelsfrei bestimmen – wir verzichten deshalb auf eine Referenzangabe.
2019 übernahm Rolex die Zeitnahme in Paris. Longines blieb dem Sport über sein Botschafterprogramm erhalten.
Nadal und Richard Mille: die Uhr, die mitspielt
Dass heute wieder mit Uhr gespielt wird, geht auf Rafael Nadal zurück. 2010 trat er erstmals mit einer Richard Mille an – ausgerechnet der Spieler mit einem der härtesten Schläge der Tour. Die Aufgabe war ungewöhnlich: Ein Tourbillon, also ein besonders empfindlicher Regulierungsmechanismus, sollte so gebaut werden, dass es die Beschleunigungen einer Vorhand übersteht.

Nadal mit dem Wimbledon-Pokal und einer schwarzen Richard Mille aus der RM-27-Familie.
Die Modelle sind klar zu unterscheiden:
RM 027: Das erste gemeinsame Modell von 2010. Gehäuse und Werk waren konsequent auf Leichtigkeit ausgelegt.
RM 27-03: Spätere Generation mit markanter Farbgebung, erkennbar an Gelb- und Orangetönen.
RM 27-04: Gehäuse und Werk greifen die Optik einer Schlägerbespannung auf. Richard Mille gibt das Gewicht inklusive Armband mit 30 Gramm an.

Die RM 27-04 greift die Optik einer Schlägerbespannung auf. Eine pauschale Gewichtsangabe für die gesamte RM-27-Reihe gibt es nicht – die Werte unterscheiden sich je Generation.

Nadal nach einem US-Open-Sieg mit einer gelb-orangefarbenen Richard Mille.
Richard Mille gehört nicht zum HORANDO-Sortiment. Ob eine bestimmte Referenz beschaffbar ist, prüfen wir auf Anfrage über unseren Concierge Service – eine Verfügbarkeit können wir dabei nicht zusichern.
Serena Williams und Audemars Piguet
Audemars Piguet ging einen anderen Weg als Richard Mille: weniger Materialforschung, mehr Haltung. Serena Williams trug Uhren der Manufaktur auch im Wettkampf. Belegt ist unter anderem ein Modell der Millenary-Familie mit Handaufzug, ovalem Gehäuse und sichtbarer Werkseite – formal hat es mit der Royal Oak nichts zu tun.

Serena Williams mit dem Australian-Open-Pokal, links eine Audemars Piguet Millenary mit Handaufzug.

Zwei Rollen, zwei Auftritte. Die goldene Uhr im Porträt lässt sich keiner Referenz zweifelsfrei zuordnen.
Heute führt Aryna Sabalenka die Verbindung zwischen Spitzentennis und Audemars Piguet fort, meist mit Modellen der Royal Oak.
Djokovic: von Seiko zu Hublot
Novak Djokovic war mehrere Jahre für Seiko aktiv und wechselte 2021 zu Hublot.

Djokovic mit einer blauen Big Bang. Die genaue Referenz lässt sich aus der Aufnahme nicht sicher ableiten, weshalb wir sie nicht benennen.
Dokumentiert sind dagegen zwei Sondermodelle. Die Big Bang Unico Novak Djokovic von 2024 entstand aus eingeschmolzenen HEAD-Schlägern und getragenen Lacoste-Poloshirts der Saison 2023. Im Januar 2026 folgte bei der LVMH Watch Week die Big Bang Tourbillon Novak Djokovic GOAT Edition: eine Trilogie zum 101. Turniersieg mit 72 Exemplaren in Blau für Hartplatz, 21 in Orange für Sand und acht in Grün für Rasen. Das Gehäuse misst 44 Millimeter und besteht aus demselben Komposit, angetrieben wird die Uhr vom hauseigenen Tourbillon-Kaliber MHUB6035, dessen Werkplatte wie eine Schlägerbespannung aufgebaut ist. Listenpreis laut Hublot: 115.000 Euro.
Zur gelegentlich zu lesenden Darstellung, Djokovic sei zwischen 2019 und 2021 „der teuerste freie Spieler des Marktes“ gewesen: Dafür liegen uns keine belastbaren Belege vor. Gesichert ist der Wechsel 2021.
Mouratoglou, Zenith und das UTS
Nicht nur Spieler stehen unter Vertrag. Patrick Mouratoglou, langjähriger Trainer von Serena Williams und Gründer des Ultimate Tennis Showdown, ist Botschafter von Zenith, das seit 2020 beim UTS engagiert ist. Aus der Zusammenarbeit entstand eine limitierte DEFY-Sonderedition.

Patrick Mouratoglou auf dem Platz. Welche Uhr er hier trägt, haben wir nicht verifiziert.
Das UTS bricht bewusst mit den Konventionen: nur ein Aufschlag, gespielt wird auf Zeit, zwischen den Punkten laufen Musik und Lichtshow. Für eine Marke, die mit dem El Primero eines der schnellsten Serienchronographenwerke gebaut hat, ist das ein konsequentes Umfeld.
Wenn Spieler zu Teilhabern werden
Der eigentlich neue Teil der Geschichte ist nicht das Sponsoring, sondern die Beteiligung. Stan Wawrinka trägt Modelle der NORQAIN Wild ONE im Match und ist am Unternehmen beteiligt. Die Wild ONE ist genau dafür konstruiert: ein Gehäuseaufbau mit stoßdämpfendem Element zwischen zwei Teilen aus einem leichten Karbonverbund, den die Marke NORTEQ nennt.
Ähnlich gelagert sind die Fälle von Grigor Dimitrov, der 2023 von Rolex zu Bianchet wechselte und dort ebenfalls beteiligt ist, sowie von Casper Ruud, der bei der jungen Marke Fleming eingestiegen ist. Für kleine unabhängige Marken ist das oft die einzige Möglichkeit, neben den Budgets der Großen sichtbar zu werden – die NORQAIN-Kollektion zeigt, wie weit diese Marke in wenigen Jahren gekommen ist.
Rado und TAG Heuer: die Breite des Feldes
Die am wenigsten beachtete Dauerpartnerschaft im Tennis gehört Rado. Die Marke unterstützt seit Jahrzehnten Turniere der Tour und fördert Nachwuchsspieler. Andy Murray wurde 2012 Botschafter, Ash Barty 2017, Cameron Norrie 2021 – er wirbt vor allem für die Captain Cook. Das Argument ist materialtechnisch: Hochleistungskeramik ist kratzfest und leicht.
Bei TAG Heuer endete 2016 eine Ära. Zwischen 2004 und 2016 war Maria Sharapova das Gesicht der Marke im Tennis. Zum Abschluss ihres Karriere-Grand-Slams entstand eine Formula 1 mit den Namen und Jahreszahlen ihrer vier Major-Titel. Die Verlängerungsgespräche wurden abgebrochen, nachdem sie wegen eines Dopingverstoßes gesperrt worden war. Heute setzt die Marke auf Naomi Osaka und Félix Auger-Aliassime – mit der Aquaracer, der zugänglichsten ernsthaften Sportuhr im Feld.
Das Reputationsrisiko
Ein Botschaftervertrag ist eine Wette auf einen Menschen. TAG Heuer zog bei Sharapova die Reißleine. Hublot hielt an Djokovic fest, als dieser 2022 wegen seiner Impfhaltung nicht bei den Australian Open antreten durfte.
Zwei Häuser, zwei Antworten auf dieselbe Frage: Ab wann wird Aufmerksamkeit zum Schaden?
Serienmodell, Sondermodell, Einzelstück
Eine verbreitete Vereinfachung lautet, die Uhren der Profis seien ganz normale Serienmodelle. Das stimmt nur zum Teil – zu unterscheiden sind drei Kategorien:
Serienmodelle: Datejust, Daytona, Aquaracer oder Captain Cook sind regulär erhältlich. Wer die Uhr eines Botschafters sucht, findet sie als reguläre Referenz.
Limitierte Sportlereditionen: Etwa die Hublot-Modelle für Djokovic oder die Richard-Mille-Editionen für Nadal. Kleine Stückzahlen, oft nur über ausgewählte Vertriebswege.
Einzelstücke: Etwa die für Sharapova gefertigte Formula 1 mit ihren vier Titeln. Diese Stücke sind nicht käuflich.
Spieler, Marke, belegtes Modell
Belegte Auftritte und laufende Partnerschaften, Stand Oktober 2026:
Spieler:in |
Marke |
Belegtes Modell |
Anlass / Zeitraum |
Boris Becker, Stefan Edberg |
Ebel |
Modelle der Marke, im Match |
1980er |
Andre Agassi |
Longines |
Ambassador of Elegance |
seit 2007 |
Steffi Graf |
Longines |
Markenbotschafterin |
seit 2008 |
Roger Federer |
Rolex |
Cosmograph Daytona Ref. 116509, Weißgold |
US Open 2008 |
Roger Federer |
Rolex |
Oyster Perpetual Datejust, Oystersteel/Gelbgold |
Wimbledon 2017 |
Rafael Nadal |
Richard Mille |
RM 027, RM 27-03, RM 27-04 |
seit 2010, im Match |
Serena Williams |
Audemars Piguet |
Millenary mit Handaufzug |
u. a. Australian Open 2017 |
Maria Sharapova |
TAG Heuer |
Formula 1, Sonderanfertigung |
2004 bis 2016 |
Novak Djokovic |
Seiko, dann Hublot |
Big Bang Unico (2024), GOAT Edition (2026) |
Hublot seit 2021 |
Carlos Alcaraz, Jannik Sinner |
Rolex |
Cosmograph Daytona |
laufend |
Coco Gauff, Iga Świątek |
Rolex |
aus dem Datejust-Programm |
laufend |
Aryna Sabalenka |
Audemars Piguet |
Royal Oak |
laufend |
Naomi Osaka, Félix Auger-Aliassime |
TAG Heuer |
Aquaracer, Carrera |
laufend |
Stan Wawrinka |
NORQAIN |
Wild ONE |
laufend, Spieler beteiligt |
Casper Ruud |
Fleming |
Series 1 |
eingestiegen |
Grigor Dimitrov |
Bianchet |
Tourbillon |
seit 2023, beteiligt |
Patrick Mouratoglou |
Zenith |
DEFY-Sonderedition |
seit 2020 |
Cameron Norrie, Ash Barty |
Rado |
u. a. Captain Cook |
seit 2021 bzw. 2017 |
Andy Murray |
Rado |
Markenbotschafter |
seit 2012 |
Daniil Medvedev |
Bovet |
Modelle der Manufaktur |
laufend |
Die Modelle aus diesem Artikel
Eine kleine Auswahl entlang der genannten Linien – Ausgangspunkte, keine vollständige Liste.
Rolex Datejust: Federers Linie, in zahlreichen Zifferblattvarianten
Rolex Cosmograph Daytona: Federer 2008, heute Alcaraz und Sinner
TAG Heuer Aquaracer: die Linie von Naomi Osaka
NORQAIN Wild ONE: das Modell, mit dem Stan Wawrinka spielt
Audemars Piguet Royal Oak: die Linie von Aryna Sabalenka
Hublot: Djokovics Marke
Longines: die Marke der Agassi- und Graf-Jahre
Rado Captain Cook: das Modell von Cameron Norrie
Ebel: die Marke der Becker-Jahre
Zenith: Partner des Ultimate Tennis Showdown
Geprüfte Exemplare mit einem Jahr Gewährleistung finden Sie unter Certified Pre-Owned. Suchen Sie eine Referenz, die nicht gelistet ist, prüfen wir die Beschaffungsmöglichkeit über unseren Concierge Service – eine Verfügbarkeit können wir dabei nicht zusichern.
Häufige Fragen
Welche Uhr trägt Roger Federer?
Federer ist Rolex-Botschafter und wurde bei Titelgewinnen mit verschiedenen Modellen gesehen: beim US-Open-Sieg 2008 mit einer Cosmograph Daytona Ref. 116509 in Weißgold, beim Wimbledon-Sieg 2017 mit einer Oyster Perpetual Datejust in Oystersteel und Gelbgold. Während des Spiels trug er nie eine Uhr.
Welche Uhr trägt Rafael Nadal?
Modelle von Richard Mille aus der RM-27-Familie, beginnend 2010 mit der RM 027. Später folgten unter anderem die RM 27-03 und die RM 27-04, deren Gewicht Richard Mille inklusive Armband mit 30 Gramm angibt. Nadal trug die Uhren während des Matches.
Welche Uhr trägt Novak Djokovic?
Seit 2021 Hublot, davor Seiko. Für ihn entstanden zwei dokumentierte Sondermodelle: 2024 die Big Bang Unico Novak Djokovic aus eingeschmolzenen Schlägern und Trikots der Saison 2023, 2026 die Big Bang Tourbillon GOAT Edition in 101 Exemplaren zum Listenpreis von 115.000 Euro.
Welche Uhren tragen Tennisprofis?
Überwiegend Rolex – die Marke stellt den größten Botschafterkader und ist Zeitnehmer aller vier Grand Slams. Daneben Audemars Piguet, Hublot, TAG Heuer, Richard Mille, Rado, Bovet, NORQAIN und Zenith. Nur wenige Profis tragen die Uhr während des Spiels, die meisten zeigen sie erst bei der Siegerehrung.
Welche Uhren tragen Serena Williams, Carlos Alcaraz und Jannik Sinner?
Serena Williams trug Audemars Piguet, belegt ist unter anderem ein Modell der Millenary-Familie mit Handaufzug. Carlos Alcaraz und Jannik Sinner sind beide Rolex-Botschafter und werden regelmäßig mit der Cosmograph Daytona gesehen.
Seit wann ist Rolex Zeitnehmer der Grand Slams?
Wimbledon seit 1978, Australian Open seit 2008, US Open seit 2018, Roland Garros seit 2019.
Wer war vor Rolex Zeitnehmer bei Roland Garros?
Longines, von 2007 bis 2018. In dieser Zeit wurden Andre Agassi und Steffi Graf Markenbotschafter.
Welche Tennisspieler sind an Uhrenmarken beteiligt?
Stan Wawrinka bei NORQAIN, Casper Ruud bei Fleming und Grigor Dimitrov bei Bianchet. In allen drei Fällen handelt es sich um unabhängige Marken, die über die Beteiligung Sichtbarkeit gewinnen.
Welche Uhr trug Boris Becker?
Becker trug in den 1980er-Jahren Ebel, auch während des Matches. Eine konkrete Referenz lässt sich den vorliegenden Aufnahmen nicht zweifelsfrei zuordnen.
Sind die Uhren der Tennisprofis normale Serienmodelle?
Nicht durchgehend. Datejust, Daytona, Aquaracer oder Captain Cook sind regulär erhältlich. Daneben gibt es limitierte Sportlereditionen wie die Hublot-Modelle für Djokovic und echte Einzelstücke wie die für Maria Sharapova gefertigte Formula 1, die nicht käuflich sind.
Weiterlesen: Luxusuhren und Tennis · Old Money Uhren · Die teuerste Rolex aller Zeiten
Quellen: Hublot · Richard Mille · Longines · Rolex · Swisswatches Magazine · Uhrenkosmos · Chrono24 Magazine. Stand: Oktober 2026. Botschafterverträge ändern sich laufend.
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