Bleiben Dress Watches im Trend?

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Eine Welt ohne Dress Watches ist für Uhrenfreunde unvorstellbar. Dadurch, dass Tool- und Sportuhren so omnipräsent wirken, gehen sie in der öffentlichen Wahrnehmung öfter mal etwas unter. Echte Uhrenfans haben dennoch die ein oder andere Dresswatch in ihrer Sammlung. Dass es jüngst eine Renaissance der Dress Watches gab, hat gute Gründe. Wir erklären den Trend in unserem Artikel.

Was sind Dress Watches?

Bevor wir ins Detail gehen, wollen wir an dieser Stelle kurz erklären, wodurch sich dieser Uhrentyp eigentlich auszeichnet. Dress Watches sind vergleichsweise dezent designte Uhren, die üblicherweise zu eleganten Outfits und zu offiziellen Anlässen getragen werden. Aus diesem Grund werden sie im Deutschen auch als Anzug-Uhren bezeichnet. Für Dress Watches ist es essenziell, dass sie ein gezieltes Understatement ausdrücken. Hier gibt es weder opulente Designs noch komplizierte Spielereien. Der Fokus liegt bei diesen Uhren tatsächlich auf der reinen Zeitanzeige; d.h. drei Zeiger, mit einem oft dezentral auf einem Hilfszifferblatt befindlichen Sekundenzeiger. Auch Zwei-Zeiger-Uhren, oder sogenannte Smoking-Uhren, fallen unter diese Kategorie. Findet sich eine Datumsanzeige auf dem Zifferblatt, handelt es sich um eine Business-Uhr, die auch für geschäftliche Anlässe genutzt wird.

 Auch die Farbpalette zollt dem dezenten Design-Ansatz Tribut: Mit zurückhaltend gestalteten Zifferblättern und einer traditionellen Farbwahl aus Schwarz, Weiß und Navyblau. Zuletzt bekam die Farbpalette allerdings Zuwachs. Inzwischen finden sich nämlich auch Braun- und Grüntöne in neueren Designs. In diesen lassen sich zwar nach wie vor keine aufwendigen Designs finden, dafür aber durchaus lackierte Zifferblätter oder dezenter Sonnenschliff. Dass Dress Watches besonders flach sind, liegt daran, dass sie problemlos unter Hemdmanschetten gleiten müssen. Mit 34 bis 40 Millimeter ist auch der Durchmesser der Uhren schmaler als bei Tool Watches oder Sportuhren. Auch beim Material bleiben die Dress Watches eher traditionell, Edelmetalle wie Platin und Gold oder der gelegentliche Edelstahl sind daher keine Seltenheit. Der klassische Look wird auch durch die polierten Oberflächen und die Armbänder aus hochwertigem Kalbs- oder Alligatorenleder erzeugt. Ihrem eigentlichen Zweck entsprechend, sind die delikaten Dress Watches für Anlässe konzipiert, bei denen sie weder Witterung noch Stößen oder Schlägen ausgesetzt sind.

Zeitlose Eleganz braucht keine Trends

Liebhaber der Dress Watches müssen sich keine Sorgen machen, dass die Beliebtheit dieses Uhrenstils wechselhaften Trends anheimfällt. Dank Louis Cartier und seiner Cartier Tank haben sie sich ihren Platz auf der Liste der essenziellen Liebhaber-Uhren gesichert. Mit ihren zeitlosen Erscheinungsbildern sind sie gegen Modeerscheinungen wie Design-Spielereien immun. Das macht sie zu eleganten Evergreens, die sich in jeder Uhrensammlung gut machen. Allerdings macht es den Anschein, als ob Dress Watches in letzter Zeit wieder beliebter werden. Dieser Eindruck entsteht wahrscheinlich dadurch, dass die Uhren nicht mehr nur absoluten Traditionalisten vorbehalten sind, die die Uhren nur zu den Anlässen tragen, für die sie ursprünglich konzipiert wurden. Vor allem jüngere Uhrenfreunde tragen Dress Watches vermehrt auch in alltäglichen Situationen und bringen sie dadurch verstärkt ins Bewusstsein der Allgemeinheit. Weitere Faktoren für die steigende Beliebtheit der Uhren ist zum Einen der Umstand, dass Golduhren grundsätzlich gerade in Mode sind. Zum Anderen sind die Grenzen zwischen Sportuhren und Dress Watches grundsätzlich relativ fließend und die Beliebtheit der Sportuhren übertrug sich auch auf designnahe Uhrenstile.


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