Buyer's Guide

Uhren ohne Wertverlust 2026: Diese Modelle halten ihren Wert

Von Philipp Mayrhofer—07.08.2023 — 6 Min. Lesezeit

Audemars Piguet Royal Oak als wertstabile Uhr

Die meisten Uhren verlieren nach dem Kauf an Wert, ähnlich wie ein Neuwagen. Einige wenige Modelle halten ihren Preis dagegen über Jahre oder werden auf dem Zweitmarkt sogar teurer gehandelt als beim Konzessionär. Dieser Artikel zeigt, welche Marken und Modelle 2026 zu den wertstabilsten gehören, woran Sie eine Uhr ohne Wertverlust erkennen und wo die Grenzen liegen.

Kurz gesagt: Am wertstabilsten sind Sportmodelle aus Stahl von Rolex, Patek Philippe und Audemars Piguet, also Submariner, Daytona, GMT-Master II, Nautilus, Aquanaut und Royal Oak. Sie werden meist über Listenpreis gehandelt. Uhren von Marken wie Omega, TAG Heuer, IWC oder Breitling liegen auf dem Zweitmarkt dagegen meist unter dem Neupreis, halten ihren Wert aber deutlich besser als Modeuhren. Ohne Wertverlust bleibt eine Uhr nur, wenn Modell, Zustand und Kaufpreis stimmen.

Wertstabile Uhren 2026 im Überblick

Marke und Modell Typischer Marktpreis im Vergleich zur Liste Bei HORANDO (Stand Oktober 2026)
Rolex Daytona 126500LN deutlich über Liste ab 29.900 €
Rolex Submariner 124060 über Liste ab 12.790 €
Patek Philippe Nautilus deutlich über Liste ab 114.900 €
Patek Philippe Aquanaut 5167A deutlich über Liste ab 99.900 €
Audemars Piguet Royal Oak 15510ST über Liste ab 49.900 €
Vacheron Constantin Overseas 4500V nahe Liste ab 29.900 €
Tudor Black Bay 58 nahe Liste ab 4.390 €
Omega Speedmaster Moonwatch meist unter Liste ab 6.690 €

Die Einordnung beschreibt den typischen Abstand zwischen Listenpreis und Zweitmarktpreis für neue oder neuwertige Uhren mit Box und Papieren. Einzelne Referenzen, Zifferblätter und Materialien können deutlich davon abweichen. Unser Bestand ändert sich laufend.

Welche Uhrenmarken halten ihren Wert?

Rolex

Rolex ist die Marke mit der größten Wertstabilität. Die Sportmodelle aus Stahl werden fast ausnahmslos über Listenpreis gehandelt: Die Submariner 124060 kostet ab Januar 2026 laut Liste 9.750 Euro und wird rund 30 Prozent darüber gehandelt, bei der Daytona 126500LN liegt der Marktpreis fast beim Doppelten der Liste von 16.200 Euro. Auch Klassiker wie Explorer und Datejust halten ihren Wert gut. Was Rolex so stabil macht und welche Modelle besonders gefragt sind, zeigt unser Artikel Rolex als Wertanlage.

Patek Philippe

Patek Philippe stellt nur rund 70.000 Uhren im Jahr her, die Sportmodelle Nautilus und Aquanaut sind beim Konzessionär fast nur für langjährige Kunden erhältlich. Entsprechend hoch liegen die Zweitmarktpreise. Das bekannteste Beispiel ist die Nautilus 5711/1A: Ihr letzter Listenpreis lag bei rund 30.000 Euro, gehandelt wird sie heute meist zwischen 120.000 und 150.000 Euro. Wie sich die Nautilus seit 1976 entwickelt hat, lesen Sie in unserem Artikel zur Preisentwicklung der Nautilus. Klassische Modelle wie die Calatrava halten ihren Wert ebenfalls gut, liegen aber näher am Listenpreis.

Audemars Piguet

Bei Audemars Piguet dreht sich beim Thema Wertstabilität fast alles um die Royal Oak. Die Stahlmodelle mit integriertem Band, etwa die 15510ST, werden über Listenpreis gehandelt. Die Manufaktur produziert nur gut 50.000 Uhren im Jahr und vertreibt sie zunehmend über eigene Boutiquen, was das Angebot zusätzlich verknappt. Die Royal Oak Offshore und Modelle aus Gold liegen dagegen häufig näher an der Liste. Mehr dazu in unserem Artikel zur Preisentwicklung der Royal Oak.

Vacheron Constantin und A. Lange & Söhne

Die Overseas von Vacheron Constantin und Uhren von A. Lange & Söhne gehören zur höchsten Uhrmacherei. Sie halten ihren Wert gut, werden aber selten weit über Liste gehandelt. Der Grund ist weniger die Qualität als die Bekanntheit: Die Nachfrage nach diesen Marken ist kleiner als bei Rolex oder Patek Philippe, dafür ist der Markt ruhiger und weniger spekulativ.

Tudor

Tudor ist die Schwestermarke von Rolex und hat sich mit eigenen Manufakturwerken einen festen Platz im Markt erarbeitet. Modelle wie die Black Bay 58 oder die Black Bay Pro werden nahe am Listenpreis gehandelt. Wie sich Tudor und Rolex unterscheiden, lesen Sie im Vergleich Tudor vs Rolex.

Omega, TAG Heuer und IWC

Omega, TAG Heuer und IWC bauen hervorragende Uhren mit großer Geschichte, etwa die Speedmaster Moonwatch, die Carrera oder die Fliegeruhren von IWC. Weil diese Marken deutlich mehr Uhren herstellen und gut verfügbar sind, liegen die Zweitmarktpreise meist unter dem Listenpreis. Ausnahmen sind limitierte Sondereditionen wie die Speedmaster Speedy Tuesday, die nach Erscheinen ein Mehrfaches ihres Preises erzielte. Für Käufer hat das einen Vorteil: Neue Uhren dieser Marken sind bei HORANDO häufig unter der unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers zu haben, damit ist ein Teil des Wertverlusts beim Kauf bereits vorweggenommen.

Woran Sie eine Uhr ohne Wertverlust erkennen

  • Nachfrage größer als Angebot: Wenn ein Modell beim Konzessionär nur mit Wartezeit zu bekommen ist, liegt der Zweitmarktpreis meist darüber.

  • Ikonisches Design: Modelle, die seit Jahrzehnten kaum verändert gebaut werden, wie Submariner, Nautilus oder Royal Oak, sind dauerhaft gefragt.

  • Stahl statt Gold: Bei Sportuhren ist Stahl oft gefragter als Gold. Goldmodelle verlieren nach dem Kauf häufig stärker an Wert, obwohl das Material teurer ist.

  • Eingestellte Referenzen: Nimmt ein Hersteller ein Modell aus dem Programm, steigt der Preis oft schnell. 2026 war das etwa bei der Rolex GMT-Master II Pepsi der Fall.

  • Zustand und Lieferumfang: Box, Papiere und ein unpoliertes Gehäuse entscheiden beim Wiederverkauf über viele Tausend Euro.

Gibt es Uhren, die nie an Wert verlieren?

Nein. Auch die wertstabilsten Uhren können im Preis fallen. Nach dem Höchststand im Frühjahr 2022 gaben die Zweitmarktpreise für Rolex, Patek Philippe und Audemars Piguet deutlich nach, teilweise um ein Drittel und mehr. Seit 2025 erholt sich der Markt wieder, laut WatchCharts entwickelten sich im ersten Quartal 2026 über 70 Prozent der beobachteten Marken positiv. Wer eine Uhr ohne Wertverlust sucht, sollte deshalb nicht nur auf die Marke achten, sondern auch auf einen fairen Einstiegspreis. Eine Uhr, die zum Höchstpreis gekauft wurde, braucht oft Jahre, bis sie diesen Preis wieder erreicht.

Wertstabile Uhren kaufen: Neu oder aus Vorbesitz

Neue Uhren der gefragtesten Modelle sind beim Konzessionär oft nur mit langer Kundenhistorie zu bekommen. Bei einem etablierten Händler zahlen Sie den Marktpreis, erhalten die Uhr dafür sofort und mit Papieren. Bei HORANDO wird jede Uhr vor dem Versand nochmals angeschaut, Referenz und Seriennummer werden abgeglichen. Uhren aus Vorbesitz werden von unseren Partneruhrmachern geprüft und mit einem Jahr Gewährleistung verkauft, Sie finden sie unter Certified Pre-Owned. Wenn Sie eine bestimmte Referenz suchen, hilft Ihnen unser Concierge Service.

Fazit

Uhren ohne Wertverlust gibt es, aber sie sind die Ausnahme. Am sichersten sind die Stahl-Sportmodelle von Rolex, Patek Philippe und Audemars Piguet, die seit Jahren über Listenpreis gehandelt werden. Marken wie Omega, TAG Heuer oder IWC verlieren nach dem Kauf meist etwas an Wert, sind dafür leichter verfügbar und oft unter der Preisempfehlung zu haben. Entscheidend sind am Ende das Modell, der Zustand und der Preis, zu dem Sie kaufen.

Häufige Fragen

Welche Uhren verlieren nicht an Wert?

Am wertstabilsten sind Sportmodelle aus Stahl von Rolex, Patek Philippe und Audemars Piguet, etwa Submariner, Daytona, GMT-Master II, Nautilus, Aquanaut und Royal Oak. Sie werden meist über Listenpreis gehandelt.

Welche Uhrenmarke hat den höchsten Wiederverkaufswert?

Gemessen an der Breite des Angebots ist das Rolex. Bei Patek Philippe und Audemars Piguet erzielen einzelne Modelle wie Nautilus oder Royal Oak noch größere Aufschläge, das gilt aber nicht für das gesamte Programm.

Verlieren Omega-Uhren an Wert?

Die meisten Omega-Modelle werden auf dem Zweitmarkt unter dem Listenpreis gehandelt. Ausnahmen sind limitierte Sondereditionen. Dafür sind neue Omega-Uhren häufig unter der Preisempfehlung erhältlich.

Steigen Golduhren stärker im Wert als Stahluhren?

Nicht automatisch. Bei Sportuhren ist Stahl oft gefragter, viele Goldmodelle liegen auf dem Zweitmarkt näher am Listenpreis oder darunter.

Kann eine wertstabile Uhr trotzdem an Wert verlieren?

Ja. Nach dem Höchststand im Frühjahr 2022 sind auch die Preise von Rolex, Patek Philippe und Audemars Piguet deutlich gefallen. Langfristig haben sich diese Marken aber als sehr wertstabil erwiesen.

Weiterlesen: Rolex als Wertanlage · Uhren als Wertanlage · Nautilus Preisentwicklung · Royal Oak Preisentwicklung

Quellen: Rolex-Listenpreise Deutschland Januar 2026 laut WatchTime · WatchCharts Market Update Mai 2026 · Bestands- und Preisdaten HORANDO, Oktober 2026.

Mehr aus Buyer's Guide

Alle Beiträge