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Tudor vs Rolex: Unterschiede, Werke und Preise 2026

Von Philipp Mayrhofer—01.05.2023 — 5 Min. Lesezeit

Tudor Black Bay im Vergleich mit Rolex

Tudor und Rolex haben denselben Gründer: Hans Wilsdorf ließ den Namen Tudor 1926 eintragen und gründete 1946 die Firma Montres Tudor SA. Die Idee war eine Uhr mit Rolex-Qualität zu einem niedrigeren Preis. Lange galt Tudor deshalb als die kleine Schwester. Heute baut Tudor eigene Manufakturwerke, hat ein eigenständiges Design und eine treue Anhängerschaft. Dieser Vergleich zeigt, wo die Unterschiede 2026 liegen und für wen sich welche Marke eignet.

Kurz gesagt: Eine Rolex kostet nach Liste etwa doppelt so viel wie eine vergleichbare Tudor und wird auf dem Zweitmarkt meist deutlich darüber gehandelt. Tudor bietet Manufakturwerke mit 70 Stunden Gangreserve, sehr gute Verarbeitung und ist sofort verfügbar, hält seinen Wert aber nur nahe am Listenpreis. Wer eine robuste Sportuhr zum Tragen sucht, bekommt bei Tudor mehr Uhr fürs Geld. Wer Wertstabilität und das letzte Quentchen Finish will, wählt Rolex.

Die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick

Tudor Rolex
Preisniveau meist 3.000 bis 7.000 Euro Stahl-Sportmodelle ab rund 7.850 Euro Liste
Werke eigene Manufakturkaliber der MT-Reihe, meist 70 Stunden Gangreserve eigene Manufakturkaliber, meist 70 Stunden Gangreserve
Gangpräzision COSC-Chronometer, viele neuere Modelle als Master Chronometer von METAS zertifiziert Superlative Chronometer mit einer Toleranz von -2 bis +2 Sekunden am Tag
Verfügbarkeit in der Regel sofort erhältlich gefragte Modelle beim Konzessionär mit langer Wartezeit
Werterhalt Zweitmarkt meist nahe am Listenpreis Sportmodelle aus Stahl meist deutlich über Listenpreis
Design Vintage-Elemente, Snowflake-Zeiger, mutigere Farben zeitlose Klassiker, behutsame Weiterentwicklung

Werk und Technik

Lange setzte Tudor auf zugekaufte Werke, während Rolex seine Kaliber selbst baut. Seit 2015 entwickelt Tudor eigene Manufakturwerke, die Kaliber der MT-Reihe. Sie haben eine Siliziumspirale, rund 70 Stunden Gangreserve und sind als Chronometer zertifiziert, viele neuere Modelle sogar nach dem strengeren Master-Chronometer-Standard von METAS. Rolex prüft seine Uhren nach der COSC-Zertifizierung zusätzlich im eigenen Haus und garantiert als Superlative Chronometer eine Abweichung von höchstens zwei Sekunden am Tag. Technisch liegen beide Marken damit näher beieinander als je zuvor.

Verarbeitung und Design

Die Unterschiede zeigen sich im Detail. Rolex verwendet eigene Legierungen wie Oystersteel, Keramiklünetten aus Cerachrom und Bänder mit Feinverstellung wie dem Glidelock der Submariner. Tudor arbeitet mit Edelstahl und häufig mit Lünetteneinlagen aus Aluminium. Mit der T-fit-Schließe hat Tudor eine eigene Schnellverstellung entwickelt. Bei Zifferblättern, Zeigern und Gehäusekanten wirkt Rolex noch eine Spur feiner. Beim Design geht Tudor eigene Wege: Die Black Bay greift Taucheruhren der 1950er-Jahre auf, die eckigen Snowflake-Zeiger sind ein Markenzeichen. Modelle wie die Pelagos aus Titan oder die neue Monarch zeigen, dass Tudor längst keine Rolex-Kopie mehr ist.

Tudor und Rolex im direkten Vergleich

Taucheruhren: Black Bay 58 gegen Submariner

Die Rolex Submariner 124060 ist mit 41 Millimetern, Keramiklünette, Kaliber 3230 und 300 Metern Wasserdichtheit der Maßstab unter den Taucheruhren. Die Tudor Black Bay 58 ist mit 39 Millimetern etwas kleiner, bis 200 Meter wasserdicht und hat ebenfalls 70 Stunden Gangreserve. Der Preisunterschied ist groß: Die Submariner kostet ab Januar 2026 laut Liste 9.750 Euro und ist bei uns ab 12.790 Euro zu haben, die Black Bay 58 bekommen Sie ab 4.390 Euro.

GMT-Uhren: Black Bay GMT gegen GMT-Master II

Die Rolex GMT-Master II hat ein 40-Millimeter-Gehäuse, eine zweifarbige Keramiklünette und ist bis 100 Meter wasserdicht. Die Tudor Black Bay GMT hat 41 Millimeter, eine Lünette aus Aluminium und ist bis 200 Meter wasserdicht. Beide zeigen eine zweite Zeitzone mit separat verstellbarem Stundenzeiger. Die GMT-Master II kostet laut Liste ab 11.350 Euro und wird auf dem Zweitmarkt meist deutlich darüber gehandelt, die Batman etwa ab 16.490 Euro. Die Black Bay GMT liegt bei rund 5.000 Euro.

Chronographen: Black Bay Chrono gegen Daytona

Die Rolex Daytona 126500LN mit Kaliber 4131 und 72 Stunden Gangreserve ist die gefragteste Rolex überhaupt. Ihr Listenpreis liegt bei 16.200 Euro, gehandelt wird sie ab 29.900 Euro. Die Tudor Black Bay Chrono hat 41 Millimeter, 70 Stunden Gangreserve, ist bis 200 Meter wasserdicht und kostet bei uns ab 6.350 Euro, also rund ein Fünftel des Marktpreises einer Daytona.

Allround-Uhren: Ranger gegen Explorer

Die Rolex Explorer 224270 mit 40 Millimetern ist eine schlichte, robuste Uhr für jeden Tag, bei uns ab 9.590 Euro. Ihr Gegenstück bei Tudor ist die Ranger mit 39 Millimetern und Manufakturwerk, die Sie ab 3.200 Euro bekommen.

Werterhalt: Rolex klar vorne

Beim Wiederverkauf liegt Rolex deutlich vorne. Die Sportmodelle aus Stahl werden fast immer über Listenpreis gehandelt, bei der Daytona fast zum Doppelten. Tudor-Modelle liegen auf dem Zweitmarkt meist nahe am Listenpreis oder etwas darunter. Dafür zahlen Sie bei Tudor beim Kauf keinen Aufschlag und bekommen die Uhr sofort. Wer eine Uhr vor allem als Wertanlage sieht, sollte zu Rolex greifen, mehr dazu in unserem Artikel Rolex als Wertanlage. Wer eine Uhr zum Tragen sucht, verliert mit einer Tudor in absoluten Zahlen oft weniger, weil der Einstiegspreis viel niedriger ist.

Tudor oder Rolex: Welche Uhr passt zu Ihnen?

  • Tudor, wenn Sie eine robuste Sportuhr mit Manufakturwerk zum Tragen suchen, ein Budget unter 7.000 Euro haben, die Uhr sofort möchten oder das Vintage-Design der Black Bay mögen.

  • Rolex, wenn Ihnen Wertstabilität wichtig ist, Sie die feinste Verarbeitung und die bekannteste Marke möchten und bereit sind, für gefragte Modelle den Marktpreis zu zahlen.

Bei HORANDO wird jede Uhr vor dem Versand nochmals angeschaut, Referenz und Seriennummer werden abgeglichen. Neue Uhren kommen direkt von den Marken bzw. deren Konzessionären und werden mit Herstellergarantie geliefert. Alle Modelle finden Sie in unseren Kollektionen Tudor und Rolex, einen Überblick über alle Tudor-Linien gibt unser Beitrag Tudor Uhren: Alle Modelllinien im Überblick.

Häufige Fragen

Ist Tudor eine Rolex?

Tudor ist die Schwestermarke von Rolex und gehört wie Rolex zur Hans Wilsdorf Stiftung. Die Uhren werden aber unter eigenem Namen, mit eigenen Werken und eigenem Design gebaut.

Hat Tudor eigene Werke?

Ja. Seit 2015 baut Tudor eigene Manufakturkaliber der MT-Reihe mit Siliziumspirale und meist 70 Stunden Gangreserve. Viele neuere Modelle sind als Master Chronometer von METAS zertifiziert.

Wie viel preiswerter ist Tudor als Rolex?

Nach Liste kostet eine vergleichbare Tudor etwa die Hälfte einer Rolex. Gemessen am Marktpreis ist der Unterschied noch größer: Eine Black Bay Chrono kostet rund ein Fünftel einer Daytona.

Behalten Tudor-Uhren ihren Wert?

Tudor-Uhren werden auf dem Zweitmarkt meist nahe am Listenpreis gehandelt. Sie halten ihren Wert damit gut, steigen aber anders als viele Rolex-Sportmodelle in der Regel nicht über den Neupreis.

Welche Tudor ist das Gegenstück zur Rolex Submariner?

Das ist die Black Bay, besonders die Black Bay 58 mit 39 Millimetern. Sie kostet bei HORANDO ab 4.390 Euro, die Submariner liegt laut Liste bei 9.750 Euro.

Weiterlesen: Rolex als Wertanlage · Uhren ohne Wertverlust · Tudor Modelllinien

Quellen: Rolex und Tudor · Rolex-Listenpreise Deutschland Januar 2026 laut WatchTime · Tudor-Neuheiten 2026 laut Wristler · Bestands- und Preisdaten HORANDO, Oktober 2026.

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