Rolex als Wertanlage 2026: Welche Modelle im Wert steigen
Keine Uhrenmarke wird so oft mit dem Wort Wertanlage verbunden wie Rolex. Der Grund ist einfach: Viele Rolex-Modelle kosten auf dem Zweitmarkt mehr als beim Konzessionär. Das gilt aber nicht für jede Referenz und nicht zu jedem Zeitpunkt. Dieser Artikel zeigt, wo die Preise im Oktober 2026 stehen, welche Modelle sich als Wertanlage bewährt haben und worauf Sie beim Kauf achten sollten.
Kurz gesagt: Die gefragtesten Rolex-Sportmodelle aus Stahl werden 2026 weiterhin deutlich über Listenpreis gehandelt, bei der Daytona 126500LN sind es fast 85 Prozent, bei Submariner und GMT-Master II rund 30 bis 45 Prozent. Am stärksten steigen in der Regel Modelle, die Rolex aus dem Katalog nimmt. Eine Garantie auf Wertsteigerung gibt es nicht, wie die Korrektur nach dem Höchststand im Frühjahr 2022 gezeigt hat.
Listenpreis und Marktpreis 2026 im Vergleich
Der Listenpreis ist der Preis, den Rolex beim Konzessionär festlegt. Zum 1. Januar 2026 hat Rolex die Preise erneut angehoben, bei Stahlmodellen um rund 2 bis 3 Prozent, bei Gold deutlich stärker. Der Marktpreis entsteht dagegen auf dem Zweitmarkt aus Angebot und Nachfrage. Wie groß der Abstand ist, zeigt diese Übersicht:
| Modell | Referenz | Listenpreis ab Januar 2026 | Bei HORANDO (Stand Oktober 2026) | Abstand zur Liste |
|---|---|---|---|---|
| Cosmograph Daytona | 126500LN | 16.200 € | ab 29.900 € | rund +85 % |
| GMT-Master II Batman | 126710BLNR | 11.350 € | ab 16.490 € | rund +45 % |
| GMT-Master II Sprite | 126720VTNR | 11.850 € | ab 15.990 € | rund +35 % |
| Submariner Date | 126610LN | 10.950 € | ab 14.390 € | rund +31 % |
| Submariner | 124060 | 9.750 € | ab 12.790 € | rund +31 % |
| Air-King | 126900 | 7.850 € | ab 9.290 € | rund +18 % |
Die Listenpreise gelten für Deutschland ab Januar 2026, die HORANDO-Preise für neue, ungetragene Uhren mit Box und Papieren. Unser Bestand ändert sich laufend, alle aktuellen Preise finden Sie in der Rolex Kollektion.
Welche Rolex eignen sich als Wertanlage?
Rolex Cosmograph Daytona
Die Daytona ist seit Jahren die Rolex mit dem größten Abstand zum Listenpreis. Die Stahlversion 126500LN mit Keramiklünette ist beim Konzessionär kaum zu bekommen und wird fast zum doppelten Listenpreis gehandelt. Wie stark die Daytona langfristig gestiegen ist, zeigt die Vorgängerin 116520: Mit weißem Zifferblatt war sie um 2010 für rund 7.500 Euro zu haben, zehn Jahre später lag ihr Marktpreis bei 17.000 bis 20.000 Euro. Gerade bei der Daytona ist es wichtig, nur geprüfte Uhren mit nachvollziehbarer Herkunft zu kaufen, denn sie gehört zu den am häufigsten gefälschten Uhren überhaupt.
Rolex Submariner
Die Submariner ist der Klassiker unter den Wertanlagen. Sie wird seit Jahrzehnten gebaut, ist weltweit bekannt und lässt sich in gutem Zustand fast immer über Listenpreis verkaufen. Besonders gut entwickelt haben sich eingestellte Versionen: Die grüne Submariner Date 116610LV, genannt Hulk, kostete 2011 im Schnitt rund 5.900 Euro und stieg bis 2020 auf etwa 13.500 Euro. Nach der Ankündigung ihres Produktionsendes legte sie noch einmal deutlich zu. Ihre Nachfolgerin 126610LV mit grüner Lünette und schwarzem Zifferblatt finden Sie als Submariner Date Starbucks bei uns.
Rolex GMT-Master II
Die GMT-Master II gehört zu den gefragtesten Rolex überhaupt. 2026 hat sie für Aufsehen gesorgt: Seit der Watches & Wonders 2026 ist die GMT-Master II Pepsi mit blau-roter Lünette nicht mehr im Rolex-Katalog. Eingestellte Modelle ziehen erfahrungsgemäß im Preis an, weil das Angebot ab diesem Moment nur noch aus dem Zweitmarkt kommt. Verfügbare Exemplare finden Sie in unserer Kollektion Rolex GMT-Master II Pepsi. Auch weniger beachtete Referenzen haben sich gut entwickelt: Die schlichte 116710LN mit schwarzer Lünette stieg zwischen 2010 und 2020 von rund 4.500 auf knapp 11.000 Euro.
Rolex Oyster Perpetual
Die Oyster Perpetual ist die einfachste Rolex, ohne Datum und ohne Komplikation. Trotzdem zeigt sie am deutlichsten, was ein Produktionsende bewirken kann. Die Oyster Perpetual 41 mit Celebration-Zifferblatt hat Rolex ein Jahr vor dem Jubiläum 100 Jahre Oyster aus dem Programm genommen. Sie kostet heute bei uns ab 19.900 Euro, fast das Dreifache des Listenpreises der Oyster Perpetual 41 von 6.800 Euro. Ähnlich war es bei der Oyster Perpetual 39 Referenz 114300: Nach der Ankündigung ihres Produktionsendes stieg ihr Marktwert 2020 innerhalb weniger Monate von rund 5.500 auf über 7.200 Euro.
Rolex Air-King
Die Air-King galt lange als Außenseiter im Rolex-Programm. Seit der Überarbeitung 2022 mit Kronenschutz und neuem Kaliber hat sie viele Anhänger gewonnen und wird ebenfalls über Liste gehandelt, wenn auch mit deutlich geringerem Abstand als Daytona oder GMT-Master II. Für den Einstieg in eine Rolex-Sportuhr ist sie eine der realistischsten Optionen.




Was den Wert einer Rolex bestimmt
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Modell und Status: Sportmodelle wie Daytona, Submariner und GMT-Master II sind am stärksten gefragt. Wenn Rolex eine Referenz einstellt, steigt ihr Preis häufig sprunghaft.
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Material: Stahl ist bei Rolex der gefragteste Werkstoff. Goldmodelle haben höhere Listenpreise, liegen auf dem Zweitmarkt aber oft näher an der Liste oder darunter.
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Zustand: Nicht polierte Gehäuse mit scharfen Kanten und ein Zifferblatt ohne Mängel erzielen die höchsten Preise.
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Lieferumfang: Box, Garantiekarte und Kaufbeleg machen bei einer Rolex schnell vierstellige Unterschiede aus. Ein vollständiges Set lässt sich deutlich leichter wiederverkaufen.
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Kaufpreis: Wer zu einem Höchstpreis kauft, braucht lange, bis sich die Uhr rechnet. Der Einstiegspreis entscheidet mit über die spätere Rendite.
Wie sich der Rolex-Markt entwickelt hat
Zwischen 2018 und dem Frühjahr 2022 stiegen die Preise für Luxusuhren auf dem Zweitmarkt so stark wie nie zuvor. Danach folgte eine deutliche Korrektur, die bis 2024 anhielt. Seit 2025 erholt sich der Markt wieder: Laut WatchCharts entwickelten sich im ersten Quartal 2026 über 70 Prozent der beobachteten Marken positiv, im April 2026 legte der Rolex-Index um 2,5 Prozent zu, so stark wie seit über zwei Jahren nicht. Die Preise der gefragten Stahlmodelle liegen damit wieder klar über Listenpreis, aber unter den Spitzen von 2022. Für Käufer heißt das: Wer heute kauft, kauft nicht am Höhepunkt eines Hypes, sondern auf einem stabileren Niveau.
Tipps für den Kauf einer Rolex als Wertanlage
Auf Stahl und Sportmodelle setzen
Die größten Wertsteigerungen der letzten Jahrzehnte gab es bei Sportmodellen aus Stahl. Sie sind nach Liste deutlich preiswerter als Gold- oder Platinversionen und werden gleichzeitig am stärksten nachgefragt.
Neuheiten und Einstellungen verfolgen
Jedes Frühjahr stellt Rolex auf der Watches & Wonders in Genf neue Modelle vor und nimmt andere still aus dem Katalog. Wer diese Entwicklungen verfolgt, erkennt früh, welche Referenzen knapp werden.
Nur geprüfte Uhren mit Papieren kaufen
Kaufen Sie bei einem Konzessionär oder einem etablierten Händler, nicht von Privatpersonen ohne nachvollziehbare Herkunft. Bei HORANDO wird jede Uhr vor dem Versand nochmals angeschaut, Referenz und Seriennummer werden abgeglichen. Gebrauchte Uhren werden von unseren Partneruhrmachern geprüft und mit einem Jahr Gewährleistung verkauft, Sie finden sie unter Certified Pre-Owned Rolex.
Steuern im Blick behalten
Verkaufen Sie eine Uhr innerhalb eines Jahres nach dem Kauf mit Gewinn, kann ein privates Veräußerungsgeschäft vorliegen, das steuerpflichtig ist, sobald der Gewinn die Freigrenze von 1.000 Euro im Jahr übersteigt. Nach mehr als einem Jahr Haltedauer ist der Gewinn in der Regel steuerfrei. Beim Kauf im Ausland kommen Einfuhrumsatzsteuer und gegebenenfalls Zoll dazu. Lassen Sie sich im Einzelfall steuerlich beraten.
Fazit
Rolex ist die Marke mit der größten Wertstabilität im Uhrenmarkt. Die bekannten Sportmodelle aus Stahl liegen 2026 klar über Listenpreis, eingestellte Referenzen wie die GMT-Master II Pepsi oder die Oyster Perpetual mit Celebration-Zifferblatt zeigen, wie schnell knappe Modelle zulegen können. Eine sichere Rendite ist das trotzdem nicht. Kaufen Sie eine Rolex deshalb vor allem, weil Sie sie tragen möchten. Achten Sie außerdem auf Zustand, Lieferumfang und einen fairen Einstiegspreis. Wenn Sie eine bestimmte Referenz suchen, die gerade nicht im Bestand ist, hilft Ihnen unser Concierge Service.
Häufige Fragen
Ist eine Rolex eine gute Wertanlage?
Viele Rolex-Modelle haben ihren Wert über Jahrzehnte gehalten oder deutlich gesteigert, vor allem Sportmodelle aus Stahl wie Daytona, Submariner und GMT-Master II. Eine Garantie gibt es nicht: Nach dem Höchststand im Frühjahr 2022 sind die Preise spürbar gefallen, bevor sie sich ab 2025 wieder erholt haben.
Welche Rolex steigt am meisten im Wert?
Den größten Abstand zum Listenpreis hat aktuell die Cosmograph Daytona aus Stahl. Am stärksten steigen in der Regel Referenzen, die Rolex einstellt, wie 2026 die GMT-Master II Pepsi oder zuvor die Oyster Perpetual mit Celebration-Zifferblatt.
Verliert jede Rolex an Wert?
Nein. Die meisten Stahlmodelle werden über Listenpreis gehandelt. Einige Goldmodelle und weniger gefragte Referenzen liegen auf dem Zweitmarkt allerdings unter dem Neupreis.
Wie viel kostet eine Rolex Submariner 2026?
Der Listenpreis der Submariner 124060 liegt ab Januar 2026 bei 9.750 Euro, die Submariner Date 126610LN kostet 10.950 Euro. Auf dem Zweitmarkt werden beide rund 30 Prozent darüber gehandelt.
Wurde die Rolex Pepsi eingestellt?
Ja. Seit der Watches & Wonders 2026 führt Rolex die GMT-Master II Pepsi nicht mehr im Katalog. Neue Exemplare gibt es damit nur noch auf dem Zweitmarkt.
Muss ich Gewinne aus dem Verkauf einer Rolex versteuern?
Wenn Sie die Uhr innerhalb eines Jahres nach dem Kauf verkaufen und der Gewinn über der Freigrenze von 1.000 Euro liegt, in der Regel ja. Nach mehr als einem Jahr ist der Gewinn meist steuerfrei. Im Einzelfall hilft eine steuerliche Beratung.
Weiterlesen: Uhren ohne Wertverlust · Uhren als Wertanlage · Tudor vs Rolex · Patek Philippe Nautilus Preisentwicklung
Quellen: Rolex-Listenpreise Deutschland Januar 2026 laut WatchTime · WatchCharts Market Update Mai 2026 · Berichte zur Watches & Wonders 2026 · Bestands- und Preisdaten HORANDO, Oktober 2026.
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