Verschiedene Zeitanzeigen im Überblick

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Armbanduhren assoziiert man normalerweise mit einem relativ runden Ziffernblatt, zwölf Stundenmarkierungen am Rand sowie Stunden-, Minuten- und Sekundenzeiger in der Mitte. Allerdings gibt es durchaus Designs, die von diesem Standard abweichen. In diesem Artikel stellen wir Beispiele für solche Designs vor, die uns besonders ins Auge gefallen sind.

Ein-Zeiger-Uhren – viele Designs

Seit den 1990er Jahren bekamen Uhren mit einem einzigen Zeiger neuen Aufwind. Marken wie Neuhaus, Botta und Meistersinger waren hierfür Vorreiter. Die grobe Skalierung, die lediglich die Stunden anzeigt, hat durchaus ihren Charme. Das liegt auch an dem entschleunigenden Effekt, der durch den Zeiger entsteht, der sich langsam, aber dafür stetig fortbewegt. Statt der normalerweise sehr exakten Zeitanzeige hat man ein ungefähres “kurz vor 9”. Für Menschen, die üblicherweise in einem äußerst hektischen Umfeld unterwegs sind, ein absoluter Beweis für Luxus. Das Konzept von Uhren mit nur einem Zeiger ist kein neues, sondern reicht bis zum Beginn des 18. Jahrhunderts zurück, zum Beispiel in Form von Taschen-, Stand- oder Kirchturmuhren. Damals war es mit den technischen Gegebenheiten noch nicht so weit her, dass genauere Zeitanzeigen möglich waren. Seit der Industrialisierung änderte sich das, aber die Rückkehr zu vorindustriellen Uhrmacher-Traditionen ist eine schöne Hommage.

Höchste Genauigkeit mit Regulatoren

Auch bei Uhren mit Regulator-Anzeige findet sich ein eher ungewöhnliches Design, das von der Standard-Zeiger-Anordnung deutlich abweicht. Auch hier gibt es einen mittigen Zeiger, dessen Präsenz das Ziffernblatt bestimmt und der ausschließlich Minuten anzeigt. Auf den dezentralen Hilfsziffernblättern sind die Stunden und Sekunden abzulesen. Aus historischer Sicht wurden Regulatoren hergestellt, um mithilfe besonders ganggenauer Zeitmesser andere Uhren eichen zu können. Sie wurden in erster Linie in Laboren genutzt, in denen eine absolut präzise Zeitmessung notwendig war und wurden daraufhin zunehmend auch als Armbanduhren genutzt.

Inzwischen gibt es Regulator-Uhren in zahlreichen Ausführungen und von den verschiedensten Marken. Eines der Einsteigermodelle ist zum Beispiel die Hamilton Jazzmaster Regulator Automatic. Die elegante Edelstahl-Dresswatch im klassischen Design verteilt ihre Hilfsziffernblätter asymmetrisch auf ihren 42 Millimetern; die Stunden bei 10 Uhr und die Sekunden bei der 5. Ein weiteres Paradebeispiel ist die Patek Philippe 5235/50R aus der Complications-Kollektion. Die Uhr in Roségold verfügt neben der Regulator-Anzeige auch einen Jahreskalender. Im Gegensatz zur Jazzmaster sind ihre Hilfsziffernblätter allerdings symmetrisch angeordnet. Hier liegen die Stunden bei 6 und die Sekunden bei 12 Uhr. Das klassische Design der Uhr wird durch schlanke Zeiger und eine Eisenbahnminuterie ergänzt.

Mechanische Uhren, digitale Anzeigen – eine gute Kombination?

Digitalanzeigen erinnern zunächst an die Quarzuhren der 70er und 80er Jahre. Erstaunlicherweise funktionieren sie aber auch in Verbindung mit mechanischen Uhren sehr gut. Casio und Seiko sind hier bereits mit gutem Beispiel vorangegangen, wir möchten an dieser Stelle aber auch die Zeitwerk aus dem Hause A. Lange & Söhne sowie die Omega De Ville Prestige Jumping Hour hervorheben.

Was bringt die Zukunft?

Aktuell sehen wir sehr viele vielversprechende, innovative Ansätze, die Lust auf mehr machen. Die Uhren der Schweizer Manufaktur Uhrwerk haben sich z.B. durch ihr futuristisches Design einen Namen gemacht, dessen Highlight die Satellitenanzeige mit der halbkreisförmigen Minutenskala ist. Auch HYT hat sich hier positiv hervorgetan: Die sog. Meca Fluidic Technology, mit der alle Uhren der Marke ausgestattet werden, stellt die vergehenden Stunden über eine farbige Flüssigkeit dar – mal was komplett Neues. Wir freuen uns darauf zu sehen, was die nächsten Jahre bringen.


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