Eine Linie aus der Schmuckwerkstatt
Chopard ist eines der wenigen Häuser, das Uhrmacherei und Haute Joaillerie unter einem Dach betreibt, und die L'Heure du Diamant ist die Linie, in der beides am deutlichsten zusammenkommt. Die Gestaltung beginnt hier nicht beim Werk, sondern beim Stein: Fassung, Schliff und Anordnung der Brillanten bestimmen die Proportionen des Gehäuses, nicht umgekehrt. Gefasst wird in den Genfer Ateliers von Hand, wobei je nach Modell Krappen-, Kanal- oder Schneefassung zum Einsatz kommen – letztere lässt die Steine in unterschiedlichen Größen ineinanderübergehen, sodass kein Metall mehr sichtbar bleibt. Seit 2018 verarbeitet Chopard ausschließlich Ethical Gold aus zertifizierten Lieferketten, ein Schritt, den bis heute nur wenige Marken dieser Größenordnung vollzogen haben. Die Uhren dieser Linie sind damit ebenso Schmuckstück wie Zeitmesser.
Formen, Materialien und Zifferblätter
Anders als bei den Sportlinien des Hauses gibt es innerhalb der L'Heure du Diamant kein einheitliches Gehäusebild. Die Round-Modelle setzen auf ein klassisch rundes Gehäuse ab 26 Millimetern, daneben stehen ovale und kissenförmige Varianten, deren Maße in zwei Richtungen angegeben werden. Als Gehäusematerial dienen Roségold und Weißgold, meist mit vollständig diamantbesetzter Lünette. Die Zifferblätter reichen von weißem und farbigem Perlmutt über Pavé-Besatz bis zu deckenden Lacken in Grün, Blau oder Rot, die mit dem Band farblich korrespondieren. Bei den Bändern stehen Krokodilleder, Textil und integrierte Goldarmbänder zur Wahl, geschlossen mit Dorn- oder Faltschließe im Gehäusematerial. Diese Vielfalt macht die Auswahl innerhalb der Linie eher zu einer Frage des Anlasses als der Ausstattung.
Technik hinter der Fassung
Auch wenn die Optik im Vordergrund steht, arbeitet in den Modellen der Linie durchweg mechanische Technik. Die kleineren runden Gehäuse nehmen Handaufzugswerke auf, die trotz der geringen Bauhöhe rund 45 Stunden Gangreserve erreichen und ein flaches Gehäuseprofil ermöglichen. Die größeren ovalen und kissenförmigen Modelle nutzen das Automatikkaliber Chopard 09.01-C mit etwa 42 Stunden Laufreserve. Saphirglas schützt die Anzeige, die Wasserdichtigkeit liegt bei 30 Metern und ist auf den alltäglichen Umgang mit Spritzwasser ausgelegt, nicht auf Schwimmen oder Tauchen. Pflegen lässt sich eine solche Uhr am besten, indem sie beim Händewaschen und beim Auftragen von Cremes abgelegt wird – Diamantfassungen setzen Kalk und Rückstände schneller an als glatte Flächen.