Gehäusearchitektur: zwölf Kanten und geschützte Drücker
Das Gehäuse der Defy Extreme greift die zwölfeckige Lünette der historischen Defy-Modelle aus den 1960er-Jahren auf und übersetzt sie in ein deutlich größeres, kantigeres Format. Charakteristisch sind die seitlichen Schutzbügel, die die Chronographendrücker flankieren und verhindern, dass diese bei einem Stoß versehentlich ausgelöst werden. Zenith kombiniert dabei Materialien, die sich in Gewicht und Oberfläche deutlich unterscheiden: Titan bleibt trotz der Baugröße leicht, Keramik ist praktisch kratzfest, Karbon senkt das Gewicht nochmals und zeigt bei jedem Exemplar eine eigene Faserstruktur. Wer eine Zweifarbigkeit bevorzugt, findet die Kombination aus Titan und Roségold. Ergänzt wird das Gehäusekonzept durch ein Wechselsystem, mit dem sich das Armband ohne Werkzeug tauschen lässt.
Das Kaliber El Primero 9004 und die Hundertstelsekunde
Zenith baut seit 1969 Hochfrequenzchronographen, und die Defy Extreme führt dieses Prinzip an seine Grenze. Das Manufakturkaliber El Primero 9004 arbeitet mit zwei getrennten Regelorganen: eines für die Zeitanzeige mit der klassischen Frequenz, ein zweites ausschließlich für den Chronographen, das mit 360.000 Halbschwingungen pro Stunde läuft und dadurch die Hundertstelsekunde auflöst. Sichtbar wird das an dem Chronographenzeiger, der eine volle Umdrehung pro Sekunde macht. Die Gangreserve liegt bei rund 50 Stunden, das offene Zifferblatt macht die Arbeit beider Unruhen nachvollziehbar. In der Defy Extreme Double Tourbillon kommen zusätzlich zwei Tourbillons zum Einsatz, je eines für die Zeitanzeige und den Chronographen.
Defy Extreme Diver: 600 Meter Wasserdichtigkeit
Die Defy Extreme Diver ist die wasserdichteste Uhr im gesamten Zenith-Programm. Statt des Chronographen trägt sie das Kaliber El Primero 3620 SC mit Zentralsekunde und Datumsanzeige, dazu eine einseitig drehbare Lünette zur Kontrolle der Tauchzeit und ein Heliumventil, das beim Auftauchen aus Sättigungstauchgängen den Druckausgleich übernimmt. Das Titangehäuse misst 42,5 Millimeter und fällt damit etwas kompakter aus als die Chronographenvarianten. Zifferblätter in Schwarz, Blau und Silber stehen zur Wahl, das Kautschukarmband ist auf den Einsatz im Wasser ausgelegt. Damit deckt die Diver den Bereich ab, in dem die übrigen Defy-Extreme-Modelle mit 200 Metern an ihre Grenze kommen.