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MoonSwatch: Alle Modelle, Preis und der Unterschied zur Omega Speedmaster

Von Alessandro Rossi—23.06.2022 — 6 Min. Lesezeit

Omega x Swatch MoonSwatch Bioceramic

Am 26. März 2022 standen in vielen Städten Europas lange Schlangen vor den Swatch Stores. Der Grund war eine Uhr für 250 Euro, die aussah wie eine der berühmtesten Uhren der Welt: die MoonSwatch, eine Zusammenarbeit von Omega und Swatch im Design der Omega Speedmaster Moonwatch. Seitdem ist die Kollektion um zahlreiche Sondermodelle gewachsen. Dieser Artikel zeigt alle Modelle, erklärt Material und Technik und vergleicht die MoonSwatch mit dem Original.

Kurz gesagt: Die MoonSwatch ist eine Uhr von Swatch im Design der Omega Speedmaster Moonwatch. Sie hat ein Gehäuse aus Bioceramic, ein batteriebetriebenes Quarzwerk mit Chronograph und kam im März 2022 mit elf Modellen auf den Markt, die nach Sonne, Mond und Planeten benannt sind. Sie ist nicht limitiert und wird ausschließlich in Swatch Stores verkauft. Mit der Omega Speedmaster teilt sie Form und Namen, nicht aber Material, Werk und Wert.

Die MoonSwatch auf einen Blick

Merkmal

MoonSwatch

Hersteller

Swatch, in Zusammenarbeit mit Omega (beide Swatch Group)

Marktstart

26. März 2022

Gehäuse

Bioceramic, 42 mm Durchmesser

Werk

Quarzwerk mit Batterie, Chronograph

Glas

gewölbtes Kunststoffglas wie beim Hesalit-Original

Band

Textilband mit Klettverschluss

Wasserdichtigkeit

3 bar, spritzwassergeschützt

Preis zum Start

250 Euro, Sondermodelle darüber

Limitierung

keine

Das Gehäuse mit den geschwungenen Lyra-Hörnern, das schwarze Zifferblatt mit drei Hilfszifferblättern und die Tachymeterskala auf der Lünette stammen direkt von der Speedmaster. Auf dem Zifferblatt stehen die Schriftzüge Omega und Swatch nebeneinander, dazu der Name Speedmaster. Zeiger und Indizes leuchten mit Super-LumiNova im Dunkeln. Auf der Batterieabdeckung jedes Modells ist der Himmelskörper abgebildet, nach dem es benannt ist.

Die elf Modelle der Planetenserie

  • Mission to the Moon: Graues Gehäuse, schwarzes Zifferblatt und schwarze Lünette. Das Modell, das der Speedmaster Moonwatch am nächsten kommt und bis heute am gefragtesten ist.

  • Mission to the Sun: Gelbes Zifferblatt mit Sonnenschliff, weißes Gehäuse, orangefarbene Akzente.

  • Mission to Mercury: Dunkelgraues Gehäuse und Zifferblatt, weiße Zeiger, zurückhaltend und elegant.

  • Mission to Venus: Pastellrosa Gehäuse, cremefarbenes Zifferblatt mit ovalen Hilfszifferblättern.

  • Mission on Earth: Grünes Gehäuse, marineblaue Lünette und blaues Band, braune Zeiger.

  • Mission to Mars: Rotes Gehäuse, weißes Zifferblatt, Hilfszeiger in Form kleiner Raumschiffe.

  • Mission to Jupiter: Beiges Gehäuse, schwarze Ziffern und orangefarbene Zeiger.

  • Mission to Saturn: Beiges Gehäuse mit braunem Band und brauner Lünette, ein Saturnring um die kleine Sekunde.

  • Mission to Uranus: Hellblaues Gehäuse und Zifferblatt, weiße Lünette und weißes Band.

  • Mission to Neptune: Blaues Gehäuse, dunkelblaues Zifferblatt und schwarzes Band.

  • Mission to Pluto: Graues Gehäuse, cremefarbenes Zifferblatt, bordeauxrote Lünette und braunes Band.

Moonshine Gold, Moonphase, Earthphase: Die Sondermodelle seit 2023

Ab 2023 erweiterte Swatch die Kollektion um Sondermodelle, die oft nur an einem Tag und in begrenzter Menge verkauft wurden:

  • Moonshine Gold (ab 2023): Mission-to-the-Moon-Modelle, deren Sekundenzeiger aus Moonshine Gold besteht, einer von Omega entwickelten Goldlegierung. Sie wurden jeweils nur am Tag des Vollmonds verkauft.

  • Mission to the Moonphase (2024): Erstmals mit Mondphasenanzeige, als Full Moon in Weiß und New Moon in Schwarz, mit einer Snoopy-Figur auf dem Zifferblatt. Die Figur erinnert an den Silver Snoopy Award, den die NASA Omega nach der Rettung von Apollo 13 verlieh. Später folgten Super Blue Moonphase und Pink Moonphase.

  • Mission on Earth (2024): Drei neue Varianten zum Thema Erde: Lava, Polar Lights und Desert.

  • Mission to Earthphase (ab 2024): Mit Erdphasenanzeige statt Mondphase, später auch in Editionen mit Moonshine Gold.

  • MoonSwatch 1965 (2025): Eine Hommage an das Jahr, in dem die NASA die Speedmaster für bemannte Raumflüge qualifizierte.

  • Gold-Edition (2026): Die Mission to the Moon 1969 mit Gehäuse aus 18 Karat Moonshine Gold. Was hinter dieser Ausführung steckt, lesen Sie in unserem Artikel MoonSwatch in Gold.

Bioceramic: Woraus die MoonSwatch besteht

Die MoonSwatch wird oft als Plastikuhr bezeichnet. Ganz richtig ist das nicht. Bioceramic ist eine von Swatch patentierte Mischung aus zwei Dritteln Keramikpulver und einem Drittel eines Kunststoffs auf Basis von Rizinusöl. Das Material ist leichter als Stahl, fühlt sich wertiger an als reiner Kunststoff und ist kratzfester. Eine MoonSwatch wiegt rund 30 Gramm, eine Speedmaster Moonwatch aus Stahl mit Band deutlich über 100 Gramm.

MoonSwatch und Omega Speedmaster im Vergleich

Merkmal

MoonSwatch

Omega Speedmaster Moonwatch Professional

Werk

Quarz, Batterie

Mechanischer Handaufzug, Kaliber 3861, Master Chronometer

Gehäuse

Bioceramic, 42 mm

Edelstahl oder Edelmetall, 42 mm

Wasserdichtigkeit

3 bar

5 bar

Glas

Kunststoff

Hesalit oder Saphir

Band

Textil mit Klettverschluss

Edelstahl, Leder oder Kautschuk

Garantie

Swatch Garantie

Omega Herstellergarantie von fünf Jahren

Geschichte

seit 2022

seit 1957, 1969 bei der ersten Mondlandung

Der wichtigste Unterschied liegt im Werk. Die Speedmaster Moonwatch hat ein mechanisches Chronographenwerk mit Handaufzug, das täglich von Hand aufgezogen wird und über Jahrzehnte gewartet werden kann. Die MoonSwatch läuft mit Batterie. Sie ist eine charmante Uhr für den Alltag und ein Einstieg in die Geschichte der Speedmaster, aber kein Ersatz für das Original. Die Moonwatch wird in unterschiedlichen Ausführungen angeboten, etwa die Speedmaster Moonwatch Professional mit Hesalitglas. Alle Varianten finden Sie in unserer Kollektion Omega Speedmaster, Modelle mit Mondphase unter Speedmaster Moonwatch Moonphase.

Wo gibt es die MoonSwatch?

Die MoonSwatch wird ausschließlich in ausgewählten Swatch Stores verkauft, nicht im Onlineshop von Swatch und nicht bei Omega. Zum Start war die Menge pro Kunde begrenzt, die Uhren waren innerhalb weniger Stunden vergriffen. Inzwischen sind die meisten Modelle der Planetenserie in den Stores regelmäßig verfügbar, Sondermodelle wie Moonshine Gold dagegen nur an einzelnen Tagen.

Auf dem Zweitmarkt werden MoonSwatches teils über dem Ladenpreis gehandelt, vor allem Sondermodelle. Vorsicht ist bei Angeboten auf Kleinanzeigen-Plattformen geboten, denn auch von der MoonSwatch sind Fälschungen im Umlauf.

Was die MoonSwatch für Omega bewirkt hat

Die größte Wirkung hatte die MoonSwatch vielleicht gar nicht für Swatch, sondern für Omega. Laut Swatch Group CEO Nick Hayek stieg der Absatz der echten Speedmaster Moonwatch nach dem Start der MoonSwatch um rund 50 Prozent. Viele, die mit der MoonSwatch die Geschichte der Mondlandung entdeckt haben, wollten danach das Original. Wie eng die Speedmaster mit der Raumfahrt verbunden ist, zeigen auch unsere Artikel zu COSC und Master Chronometer und zu James Bond und Omega.

Häufige Fragen

Was kostet eine MoonSwatch?

Zum Start im März 2022 kostete die MoonSwatch 250 Euro. Sondermodelle wie Moonphase, Earthphase und Moonshine Gold liegen darüber, die Gold-Edition von 2026 deutlich.

Ist die MoonSwatch eine echte Omega?

Nein. Die MoonSwatch wird von Swatch hergestellt und trägt beide Markennamen. Sie hat ein Quarzwerk und ein Gehäuse aus Bioceramic. Die echte Omega Speedmaster hat ein mechanisches Werk und ein Gehäuse aus Edelstahl oder Edelmetall.

Ist die MoonSwatch limitiert?

Die Modelle der Planetenserie sind nicht limitiert. Einige Sondermodelle wurden nur an einzelnen Tagen und in begrenzter Menge verkauft.

Ist die MoonSwatch wasserdicht?

Sie ist bis 3 bar wasserdicht und damit gegen Spritzwasser geschützt. Zum Schwimmen ist sie nicht geeignet.

Kann man die MoonSwatch online kaufen?

Nein. Die MoonSwatch wird nur in ausgewählten Swatch Stores verkauft.

Welche MoonSwatch ist am beliebtesten?

Die Mission to the Moon, weil sie mit grauem Gehäuse und schwarzem Zifferblatt der Speedmaster Moonwatch am nächsten kommt.

Welche Omega ist das Vorbild der MoonSwatch?

Die Omega Speedmaster Moonwatch Professional, die 1969 bei der ersten Mondlandung getragen wurde und seit 1965 von der NASA für bemannte Raumflüge zugelassen ist.

Weiterlesen: MoonSwatch in Gold · COSC und Master Chronometer · Breitling oder Omega

Quellen: Swatch · Omega · Swatch Group.

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