Vom Beobachtungsinstrument zur Ikone
Als IWC 1940 die Große Fliegeruhr Kaliber 52 T. S. C. vorstellte, war das ein Navigationsinstrument mit 55 Millimetern Durchmesser, gedacht für die Kartentasche und nicht für das Handgelenk. Die Zentralsekunde ließ sich anhalten, um die Uhr sekundengenau mit einem Zeitzeichensender zu synchronisieren – für die Navigation über Grund war das unverzichtbar. Aus dieser Konstruktion stammen die Merkmale, die heute jede IWC Fliegeruhr kennzeichnen: die überlange Krone, die Dreiecksmarkierung bei zwölf Uhr, die kräftigen Leuchtzeiger.
Der Schutz gegen Magnetfelder
Viele Modelle der Linie tragen ein Innengehäuse aus Weicheisen, das das Werk umschließt und Magnetfelder um das Uhrwerk herumleitet, statt sie hindurchzulassen. Diese Konstruktion geht auf die Anforderungen im Cockpit zurück, wo die Instrumentierung starke Felder erzeugt. Sichtbar ist der Schutz nicht – er ist der Grund, warum die meisten Fliegeruhren von IWC einen geschlossenen Gehäuseboden haben statt eines Sichtbodens.
Die Modellfamilien im Überblick
Die Mark-Serie steht in direkter Linie zu den Beobachtungsuhren und bietet mit ihrem klar gegliederten Zifferblatt die reduzierteste Ausführung. Der Pilot's Watch Chronograph ergänzt Stoppfunktion und Datumsanzeige. Die Big Pilot's Watch greift mit ihrem großen Durchmesser und der markanten Zwiebelkrone die historischen Proportionen am direktesten auf. Hinzu kommen Sondermodelle mit Bezug zu Antoine de Saint-Exupéry und zur Marke Top Gun mit Gehäusen aus Keramik und Titan.
Alltagstauglichkeit
Trotz ihres instrumentellen Charakters sind die Fliegeruhren von IWC auf den täglichen Gebrauch ausgelegt. Saphirglas mit Antireflexbeschichtung, verschraubte Kronen und Wasserdichtigkeiten von in der Regel 60 bis 100 Metern machen sie unempfindlich. Die Kombination aus schwarzem Zifferblatt und weißen Leuchtzeigern bleibt auch bei schlechten Lichtverhältnissen ablesbar.