Chopard L.U.C

Chopards Manufakturlinie aus Fleurier

Die L.U.C Kollektion trägt die Initialen des Firmengründers Louis-Ulysse Chopard und steht seit 1996 für die höchste uhrmacherische Stufe des Hauses. Entwickelt und gefertigt werden die Kaliber in Chopards eigener Manufaktur in Fleurier, wo Werkbau, Veredelung und Montage unter einem Dach zusammenlaufen. Viele L.U.C Werke tragen das Genfer Siegel oder die Zertifizierung Qualité Fleurier, die neben der Ganggenauigkeit auch Verarbeitung und Dauerlauf prüft. Die Modellpalette reicht von der flachen XPS mit dezentraler Sekunde über die Quattro mit vier gestapelten Federhäusern bis zur Lunar One mit ewigem Kalender und der Full Strike mit Minutenrepetition. Gehäuse aus Stahl, Titan, Rosé- oder Weißgold, klassische Durchmesser zwischen 39 und 42 Millimetern und zurückhaltend gestaltete Zifferblätter machen die L.U.C zur Linie für Sammler, die Technik und Understatement gleichermaßen schätzen.

Die Manufaktur in Fleurier

Als Chopard 1996 zum 136-jährigen Bestehen das erste eigene Manufakturkaliber vorstellte, war das ein Bruch mit der bis dahin üblichen Zulieferpraxis. Das Kaliber 1.96 mit Mikrorotor in Gold entstand im neu bezogenen Werk im Val-de-Travers, und aus dieser Basis hat sich über die Jahre eine vollständige Fertigungstiefe entwickelt: Chopard stellt in Fleurier Platinen, Brücken, Räderwerke und Unruhspiralen selbst her und veredelt sie von Hand. Sichtbar wird das an Details, die sich nur unter der Lupe erschließen – gestreifte Brücken, gebläute Schrauben, polierte Anglierungen an jeder Kante. Ein großer Teil der L.U.C Werke ist zusätzlich als Chronometer zertifiziert, viele tragen das Genfer Siegel, das neben der Ganggenauigkeit auch die Herkunft und die Ausführung des Werks vorschreibt. Wer eine L.U.C kauft, erwirbt damit eine Uhr, deren Wert zu einem erheblichen Teil im Inneren liegt.

Von der flachen XPS bis zur Grande Complication

Die Bandbreite innerhalb der Linie ist größer, als es das ruhige Erscheinungsbild vermuten lässt. Am zugänglichen Ende steht die XPS, eine flache Dresswatch mit dezentraler Kleiner Sekunde und Mikrorotor, die auch unter einer Hemdmanschette nicht aufträgt. Die Quattro nutzt vier übereinander gestapelte Federhäuser und erreicht damit rund neun Tage Gangreserve, die Quattro Spirit ergänzt das um eine springende Stunde. Die Time Traveler One zeigt 24 Zeitzonen gleichzeitig auf einer Weltzeitscheibe. An der Spitze arbeiten die Lunar One mit orbitalem ewigem Kalender und die Full Strike, deren Minutenrepetition auf Gongs aus Saphirglas schlägt – ein Aufbau, den Chopard als erster Hersteller zur Serienreife gebracht hat. Entsprechend breit fällt auch die Preisspanne der Linie aus.

Design und Trageerlebnis

Die L.U.C ist bewusst zurückhaltend gezeichnet und richtet sich an Träger, die nicht auffallen wollen. Die Gehäuse bewegen sich meist zwischen 39 und 42 Millimetern, sind flach gebaut und laufen in schlanke, leicht gebogene Bandanstöße aus, die auch an schmaleren Handgelenken sauber aufliegen. Die Zifferblätter arbeiten mit feinem Sonnenschliff, Guilloché oder mattem Lack, die Indizes sind angesetzt statt gedruckt, und auf große Beschriftungen verzichtet Chopard weitgehend. Als Materialien kommen Stahl, Titan sowie Rosé- und Weißgold zum Einsatz, meist an Alligator- oder Kalbslederbändern mit Dorn- oder Faltschließe. Der Sichtboden gehört bei nahezu allen Modellen dazu und ist der eigentliche Grund, warum viele Sammler diese Uhren abends abnehmen und umdrehen.