Bell & Ross

Das Cockpit-Instrument am Handgelenk

Bruno Belamich und Carlos-Antonio Rosillo gründeten Bell & Ross 1992 mit einem klaren Auftrag: Uhren zu bauen, die den Anforderungen von Berufspiloten, Minenräumern und Tauchern standhalten. Aus dieser Vorgabe entstand 2005 die BR 01 und mit ihr die quadratische Gehäuseform mit den vier sichtbaren Schrauben an den Ecken, die bis heute das Erkennungszeichen der Marke ist. Vorbild war das Bordinstrument im Flugzeug-Cockpit: rundes Zifferblatt in eckigem Rahmen, große Leuchtziffern, maximale Ablesbarkeit auch bei Vibration und schlechtem Licht. Die Manufaktur sitzt in La Chaux-de-Fonds, die Marke gehört seit 2002 zur Chanel-Gruppe.

Unsere beliebtesten Bell & Ross Modelle

Die Kollektionen von Bell & Ross im Überblick

Das Programm gliedert sich in wenige klar getrennte Linien. Die BR 03 ist mit 41 Millimetern die meistverkaufte Instrumentenuhr der Marke und deckt vom Dreizeiger über GMT und Chronograph bis zur Taucherausführung Diver das gesamte Spektrum ab. Die BR 05 übersetzt dieselbe quadratische Form seit 2019 in eine urbane Sportuhr mit weicheren Kanten und integriertem Band. Unter BR-X fasst Bell & Ross die technischen Ausnahmemodelle zusammen: Tourbillons, Skelettwerke, Saphirgehäuse und Werkstoffe wie Karbon oder Keramik. Dazu kommen die runde Vintage-Linie BR V, die auf die Bordinstrumente der Nachkriegszeit zurückgreift, und die kompakte BR S für kleinere Handgelenke.

Warum die Form quadratisch ist

Die vier Schrauben an den Gehäuseecken sind kein Zierrat. Sie stammen unmittelbar aus dem Aufbau eines Bordinstruments, das in eine Cockpit-Konsole eingeschraubt wird. Bell & Ross hat dieses Prinzip beibehalten, statt es nur nachzuahmen: Das Gehäuse ist verschraubt, nicht verpresst, und die Lünette lässt sich abnehmen. Auch die Zifferblattgestaltung folgt der Vorlage – arabische Ziffern in großer Type, breite Leuchtmasse auf Zeigern und Indizes, ein Minimum an zusätzlicher Information. Die Idee dahinter ist immer dieselbe: Die Uhrzeit muss in Sekundenbruchteilen erfassbar sein.

Werke und Verarbeitung

Bell & Ross setzt überwiegend auf Schweizer Automatikwerke mit eigener Bezeichnung – die Kaliber der BR-CAL-Reihe. Die Gangreserven liegen je nach Modell zwischen 38 und 70 Stunden, die Chronographen arbeiten mit 28.800 Halbschwingungen pro Stunde. Bei den Gehäusen kommen neben Edelstahl vor allem Keramik, Titan und Bronze zum Einsatz, Saphirglas ist durchgehend Standard, die Wasserdichtigkeit reicht von 100 Metern bei den Instrumentenuhren bis zu 300 Metern bei den Diver-Modellen. Für die Tourbillon- und Skelettmodelle der BR-X-Linie entstehen die Werke in Kleinserien.

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